Inliner trotzten dem Regen bei Schweizer Meisterschaften

Chronik eines erfolgreichen Regen-Rennens

Trotz Wetterkapriolen mit sinflutartigen  Regengüssen, konnte das Certina-Inline-Race , welches gleichzeitig Austragungsrennen der Schweizer Meisterschaften Halbmarathon war, mit neuem Teilnehmerrekord aufwarten. Michael Achermann (Swiss Skate Team) wurde Schweizer Meister bei den Herren und  Flurina Heim (Juka Linthline) bei den Damen. Beide konnten zum ersten Mal diesen Titel  in Empfang nehmen.

13.00 Uhr: Auf dem Zentralplatz in Biel beginnen die ersten Arbeiten für den Aufbau der Infrastruktur des CIR und des nachfolgend stattfindenden 100 km Laufs. Absperrgitter werden herantransportiert und Zelte gestellt. Noch scheint die Sonne, jedoch hat der Wetterbericht für den Abend ergiebige Regenschauer vorausgesagt. Aber vielleicht hält das Wetter bis 21.00 Uhr, dann ist das  Rennen vorbei. Laut Anmeldungen ist mit einem neuen Teilnehmerrekord zu rechnen und den sollte uns das Wetter doch nicht verderben.

16.30 Uhr: Ein Grossteil der Infrastruktur steht, der Cateringbereich beginnt ebenfalls mit den ersten Vorbereitungen, Tische und Bänke sind gestellt. Die vielen rot-weiss-gekleideten CIR-Helfer bestimmen das Bild auf dem Zentralplatz. Eine dunkle  Wolkenwand steht über Biel und die ersten Regentropfen fallen. Die Helfer beeilen sich, um den Aufbau noch im Trockenen beenden zu können. Die Gäste des Restaurant L’Arcade am Zentralplatz beginnen, die  eben noch voll besetzte Terasse zu verlassen.

17.15 Uhr: Ein Platzregen ergiesst sich über den Zentralplatz, der Regen strömt von den Zeltdächern. Entäuschung in den Gesichtern der Organisatoren, allen voran OK-Präsident Stefan Altdorfer. Der Regenradar auf dem IPhone lässt keine Wetterbesserung erahnen.

18.00 Uhr: Die Vorbereitungsarbeiten sind abgeschlossen, Zeitmessung und Speakerwagen parat. Erste Teilnehmer kommen zur Startnummernausgabe und warten unter dem Zeltdach auf das Ende des immer noch anhaltenden Regens. Vergebens, nach einigen Beruhigungen kommt es immer wieder zu starken Schauern, überall bereits Pfützen, nicht gerade ideale Bedingungen für Inline-Skater.

18.30 Uhr: Immer mehr gemeldete  Starter holen ihre Startnummern und trotz der widrigen Witterungsverhältnisse komme n noch Nachmeldungen hinzu. Zwar hellt sich das Wetter nicht auf, aber dafür die Gesichter der Organisatoren. Die Speaker Pirmin Schalch und Urs Hochstrasser informieren und motivieren Skater sowie Zuschauer vom Speakerwagen aus. Das Zelt hat sich gefüllt, viele füllen ihre Kohlenhydratspeicher noch mit Pasta auf. Die Stimmung ist trotz Regen überraschend gut und viele Fahrer zucken locker mit den Schultern zur Wettersituation.

19.30 Uhr: Der Regen hat etwas nachgelassen. Die zahlreichen Kids haben sich mit der pflotschnassen Fahrbahn vertraut gemacht und warten nun auf ihren Start. Doch vor dem Startschuss lässt der Himmel nochmals kurz seine Schleusen auf. Trotzdem stehen bereits viele Zuschauer am Strassenrand, beschirmt oder wetterdicht bekleidet, und feuern die kleinen Starter lautstark an. Der Start der Kids glückt, keine nennenswerten Stürze und schon nach wenigen Minuten sind die  ersten Kids wieder glücklich im Ziel, scheinbar den Regen gar nicht bemerkend. Für viele von ihnen wohl das erste Regenrennen.

20.10 Uhr: Nacheinander starten die Kategorien Junioren, Kurzstrecke und Langstrecke. Petrus hat Erbarmen und lässt die Skater nicht im Regen stehen (fahren).

Trotz Nässe wird ein hohes Tempo gefahren, nur in den Kurven ist eine gewisse  Vorsicht nicht zu übersehen. Den Schweizer Meister als Ziel, setzt sich das Swiss-Skate-Team bereits nach einigen Runden deutlich vom weiteren Teilnehmerfeld ab. In der letzten Runde startet Michi Achermann vor seinen Teamkollegen nochmals richtig durch und konnte mit einigen Sekunden Vorsprung den Meisterschaftstitel für sich verbuchen, Serverin Widmer und Roger Schneider folgen ihm auf den Rängen.

Bei den Damen war die am letzten Wochenende gekürte Masters-Weltmeisterin Susanne Zellweger am Start, jedoch muss sie nach einigen Problemen mit der Nässe der neuen Schweizer Meisterin Flurina Heim,  sowie Deborah Keel und Käthy Eisenhut die Ränge überlassen.

21.30 Uhr: Pünktlich und fast regenfrei wird  die Siegerehrung durchgeführt und Medaillen und Preise an die Gewinner überreicht. Wie jedes Jahr gibt es für die Sieger der Langstrecke eine hochwertige Certina-Uhr.

22.30 Uhr: Mittlerweile hat der 100 km-Lauf begonnen und mit ihm wieder Regen in Strömen. Trotzdem säumen viele Zuschauer die Strassen und suchen auch in unserem Zelt Unterschlupf, so dass wir die Aufräumarbeiten etwas verzögern müssen. Durchnässte Helfer versorgen schlussendlich das genauso durchnässte Equipment, welches nun auf Trocknung wartet.

Gegen 1.00 Uhr am Morgen verlassen die letzten Helfer und ein müdes, aber dennoch zufriedenes OK-Team den Zentralplatz in Biel.

Fazit: Die Inliner trotzten dem Regen und machten das Certina-Inline-Race  ein weiteres Mal zu einem erfolgreichen Sport-Event, welches  so schnell nicht in Vergessenheit geraten wird. Ein grosser Dank allen „wetterfesten“ Skatern, Zuschauern und Helfern, ohne die  es ein Certina-Inline-Race in dieser Form nicht geben würde.

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